Vorweg: Vor einigen Tagen hatte ich mit meiner kleinen Schwester eine kleine Diskusiion über Pflanzen und den allgemein verbreiteten Gedankengang, erst wenn man es schafft ne Pflanze richtig zu pflegen ist man in der Lage auch ne beziehung richtig zu führen....aber:

Irgendwie passt das bei mir wohl irgendwie nicht so ganz....innerhalb von nichtmal 2 Wochen ist bei mir schon wieder eine Pflanze eingegangen, aber in meiner Beziehung läuft alles super.

Bleibt die Frage: Was passt hier? Wo liegt der Fehler?

Ich geh mal davon aus, dass es einfach purer Blödsinn ist mit der Verbindung zwischen der Fähigkeit Pflanzen zu pflegen und beziehungen zu führen, ist alles einfach nur Blödsinn um sich vielleicht dahinter zu verstecken, dass man einfach Angst vor einer ernsthaften Beziehung hat. Es hört sich doch viel besser an zu sagen man sei einfach Beziehgungsunfähig, als wenn man/frau einfach mal zugeben würde, dass man einfach Angst hat, oder?

Aber warum gibt man/ frau diese Angst einfach nicht zu? Zeigt man damit zu viel von sich? Macht man sich damit verletzlicher als man es eh schon ist?

Klar, jede neue Sache ist wie ein Sprung ist kalte Wasser und den Mut dazu muss man erstmal haben, aber ist es nicht einfacher, wenn das Gegenüber von dieser Angst weiß? Oder meint man sich damit abzuwerten a lá 'Personen die geliebt werden haben keine Schwächen' und man hat Angst zurückgewiesen zu werden?
Ist es dann besser man lässt niemanden an sich heran und versteckt sich auf Ewig hinter dem Argument der 'Beziehungsunfähigkeit'?

Und was steckt eigentlich hinter dieser Angst vor einer Beziehung? Hat man Angst davor jemandem bis auf's Letzte zu vertrauen, jemandem zu vertrauen, ihm das eigene 'Herz in die Hände legt' und darauf vertraut, dass er darauf gut aufpasst?

Vielleicht sind dies die Grüde für die Angst, oder ganz andere, aber egal was es ist, man sollte sich nicht hinter dem Argument mit unserer liebgewonnen und doch eingegangenen Pflanze verschanzen.

Man muss sich nur trauen den Sprung ins kalte Wasser zu wagen und man wird, egal wie die ganze Sache ausgeht sicher etwas dazugelernt haben.
Entweder, dass man beim nächsten Mal noch etwas besser auf seine Herz und wem man es in die Hände legt aufpasst, oder aber, dass es das Beste war, das man je getan hat.

Einfach ins kalte Wasser springen, die Hand des anderen nehmen und zusammen durch die vielen Bäche, Flüsse, Seen und Stromschnellen schwimmen, die das Leben so mit sich bringt.
Und : Dem anderen Vertrauen, sich in seinen Armen fallen lassen und sich immer wieder daran erinnern , dass er / sie der größte Schatz ist , den man im Leben finden kann.


Ich glaube nicht an Wunder, aber eines weiß ich : Ich habe vor 1 Jahr, 1 Monat und 10 Tagen den Sprung ins kalte Wasser gewagt, nachdem mir die Hand gereicht wurde und die Person, die heute einer meiner größten Schätze ist , mit mir ins Wasser gesprungen ist, und es ist das Beste, was mir je passiert ist.

Und um wieder auf unsere Ausgangsfrage, was an dieser ganzen Sache mit den Pflanzen und den Beziehungen falsch ist zurück zu kommen und eine antwort zu geben: Für mich steht fest, die Sache mit den Pflanzen ist völliger Blödsinn.
5.3.07 14:47


 [eine Seite weiter]


Gratis bloggen bei
myblog.de